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Kommunale Flotte // 23.11.2020

Friedrichsdorf – mobileeee bringt E-Carsharing in den ländlichen Raum
E-Carsharing im ländlichen Raum ist nicht machbar, weil es sich nicht lohnt? Das Unternehmen mobileeee sieeht das anders und zeigt, dass E-Carsharing durchaus auch in kleinen und mittleren Kommunen rentabel umgesetzt werden kann.

Im Rahmen des Förderprojekts „KOMEKAN“ der Hessischen Landesregierung startete mobileeee 2017 zwei Piloten mit dem Ziel ein kommunales E-Carsharing-Angebot in Friedrichsdorf und Mörfelden-Walldorf aufzubauen. Die Projekte sind durch das Land Hessen (Hessen Agentur) mit insgesamt 335.000 Euro gefördert. Wissenschaftlich begleitet wurden die Projekte durch die Hochschule Darmstadt.

Der Firmenname mit seinen markanten vier „e“ steht übrigens für das Ziel einer „einfachen, effizienten, emissionsfreien Erfahrung mit Mobilität“.

Der Fokus auf den ländlichen Raum

Carsharing-Angebote in großen Städten sind längst Standard, in kleineren Kommunen hingegen noch die Ausnahme. Große Carsharing-Betreiber fokussieren sich lieber auf dicht besiedelte Gebiete, da diese durch potentiell höhere Nutzerzahlen lukrativer sind.

Da in kleinen und mittleren Kommunen der Kreis potentieller Nutzer*innen kleiner ist, gilt es auf anderem Wege eine Mindestauslastung zu gewährleisten. Dabei ist durchaus Kreativität gefragt – vor allem aber der ausdrückliche Wille und die Beteiligung der betreffenden Kommunen sowie deren aktive Unterstützung bei der Umsetzung und erfolgreichen Einführung.

Wirtschaftliches E-Carsharing

Um das Angebot tragfähig anbieten zu können, wurden zu Beginn mögliche Ankermieter identifiziert. In Friedrichsdorf ist das unter anderem die Stadt selbst. Sie bucht die Fahrzeuge innerhalb eines festen Mindestumfangs und garantiert dadurch eine Grundauslastung der Fahrzeuge.

Ankermieter können aber auch Gewerbevereine oder lokale Gewerbetreibende mit Lieferservice sein (z. B. auch eine Apotheke oder ein Pizzaservice), die regelmäßige, feste Zeitfenster buchen oder alternativ ein monatliches Zeit- und Kilometerkontingent.

Außerhalb dieser ggf. reservierten Zeiten stehen die Fahrzeuge öffentlich allen Nutzer*innen zur Verfügung. Auf diese Weise ergibt sich eine Grundauslastung der Fahrzeuge, die den wirtschaftlichen Betrieb sicherstellt. Durch eine vergleichsweise hohe Wiederkehrer*innenquote können auch – gegenüber Großstädten – geringere Nutzer*innenzahlen kompensiert werden.

Einfache Ladeinfrastruktur

Die E-Carsharing-Fahrzeuge haben normalerweise einen festen Stellplatz (stationsbasiertes Carsharing) und werden über Ladepunkte mit 11 oder 22 KW geladen. Nach bisherigen Erfahrungen wäre in vielen Fällen aber auch die Leistung einer kleinen oder mittelgroßen Wallbox ausreichend. Denn die Carsharing-Fahrzeuge fahren häufig kurze Strecken und benötigen dementsprechend zumeist keine hohe Ladeleistung. Eine Erkenntnis, die auch die Auswahl der Ladestandorte vereinfacht, da eine entsprechend geeignete Strominfrastruktur einfacher bereit zu stellen oder oft sogar schon vorhanden ist.

Wird Ladeinfrastruktur neu errichtet, ist ein Ladepunkt für das Carsharing-Fahrzeug reserviert, die anderen Punkte sind öffentlich zugänglich und werden nicht von den Carsharing-Fahrzeugen belegt.

Skalierbarkeit des Angebots

Die Anzahl der Stationen bzw. der Fahrzeuge hängt von der Größe der Kommune und dem jeweiligen Bedarf ab. Kleine Kommunen können das Angebot bereits mit einem einzelnen Auto starten und dann später erweitern, wenn die Nachfrage steigt.

Buchung und Nutzung der E-Carsharing-Fahrzeuge

Die Reservierung der Fahrzeuge erfolgt über eine mit mobileeee entwickelte App bzw. Internetplattform. Darin können Fahrzeuge auf Wunsch auch längerfristig im Voraus gebucht werden. Die Mindestbuchung liegt bei einer Stunde, die Abrechnung ab der zweiten Stunde erfolgt dann im Viertelstundentakt. Je nach Tarif und Dauer ist bereits ein Kilometerkontingent enthalten, darüber hinaus gefahrene Kilometer werden zusätzlich berechnet. Im Preis immer bereits enthalten ist der Strom für das Nachladen des Fahrzeuges.

Um die Zahl an kurzfristig nicht in Anspruch genommenen Reservierungen möglichst gering zu halten, ist eine Stornogebühr vorgesehen.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung

Die Mitwirkung der Stadt bzw. Kommune ist laut Geschäftsführer Michael Lindhof einer der entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Implementierung. „Nur wenn Kommunen E-Carsharing wirklich wollen und sich dafür vor Ort einsetzen und auch Ankermieter gewinnen, kann die Umsetzung gelingen. E-Carsharing in ländlichen Regionen kann immer nur als Gemeinschaftsprojekt funktionieren.“

Das Engagement der Kommunen ist daher auf mehreren Ebenen relevant:

a) Fahrzeugnutzung durch die Kommune

Indem die Kommune E-Carsharing-Fahrzeuge selbst nutzt, trägt sie zu deren regelmäßiger Auslastung bei und sichert die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Angebots. Gleichzeitig kann die Kommune ihren eigenen (Verbrenner-)Fuhrpark durch die Nutzung von Carsharing signifikant verkleinern und somit ihre Kosten und ihren CO2-Ausstoß reduzieren.

b) Einbindung lokaler Akteure

Neben der eigenen Nutzung können Kommunen helfen Akteure vor Ort einzubinden, um diese als regelmäßige Nutzer oder gar als Ankermieter zu gewinnen. Sei es durch ein Informationsschreiben, eine Einladung zum Gesprächsabend oder die persönliche Ansprache. Insbesondere örtliche Gewerbetreibende mit Lieferservice (z. B. Bäckerei oder Apotheke) oder bspw. Pflegedienste kommen dabei in Frage.

Auch die Ladeinfrastruktur kann grundsätzlich lokal betrieben werden. In Mörfelden-Walldorf werden die Ladesäulen bspw. durch die lokale Genossenschaft BürgerEnergieRheinMain eG betrieben und soweit möglich mit dem von ihr vor Ort produzierten Ökostrom versorgt. So kann die Region in mehrerlei Hinsicht vom neu geschaffenen Angebot profitieren.

c) Werbung & Kommunikation

Neben der praktischen Umsetzung ist die Kommunikation insbesondere Richtung Bürger*innen wesentlicher Erfolgstreiber. Ein neues E-Carsharing-Angebot muss aktiv kommuniziert, beworben und (vor-)gelebt werden.

So wurden in Friedrichsdorf beispielsweise Großwandplakate genutzt, um das neue Angebot für die Bürger*innen sichtbar zu machen. Darüber hinaus hilft es, wenn die Fahrzeuge – mit einer auffälligen Beklebung – so viel wie möglich unterwegs sind und in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Auch hier kann die Kommune bzw. die Verwaltung aktiv mithelfen: Eine besondere Außenwirkung hat es beispielsweise, wenn Bürgermeister*in oder Funktionsträger*innen selbst mit einem elektrischen Carsharing-Fahrzeug zu einem (Presse-)Termin fahren und das Angebot dadurch sichtbar machen.

Finanzierung und laufende Kosten

Das Unternehmen mobileeee stellt in Abstimmung mit dem Auftraggeber oder Ankermieter die Fahrzeuge sowie die Buchungsplattform und eine App zur Verfügung. Grundsätzlich können die Fahrzeuge frei gewählt werden, allerdings ist dabei die jeweilige Verfügbarkeit zu berücksichtigen.

Die Kommune zahlt lediglich für die systemseitig erforderliche Einrichtung und die (garantierte) Nutzung der Fahrzeuge. Optional können zusätzliche Services eingekauft werden, wie z. B. eine geringere Selbstbeteiligung bei der Versicherung, das Einrichten bestimmter Nutzergruppen für die Buchungsplattform oder eine bestimmte Frequenz an Reinigungs- und Serviceleistungen.

Der Aufbau und der Betrieb der Ladeinfrastruktur läuft unabhängig von mobileeee. In vielen Fällen übernehmen lokale Stadtwerke diese Aufgabe, alternativ ein externer Anbieter.

Für die Kommune fällt das finanzielle Risiko beim Einstieg in das Carsharing damit gering aus. Die laufenden Kosten für die Eigennutzung des Sharingfahrzeuges fallen nicht selten sogar geringer aus als die gleiche Nutzung mit einem eigenen Fahrzeug in Vollkostenrechnung. Und: je mehr Drittnutzer das Fahrzeug über das öffentlich zugängliche Carsharing auslasten, umso geringer werden die Eigenkosten für die Kommune, da hierfür die Ausschüttung eines Teils dieser Einnahmen vereinbart werden kann.

Das E-Carsharing-Schnupperangebot

Da den meisten Kommunen praktische Erfahrung mit Carsharing-Angeboten fehlt, gibt es ein Schnupperangebot zur Sammlung erster praktischer Erfahrungen. Für 1 Jahr stellt mobileeee ein elektrisches Carsharing-Fahrzeug zur Verfügung, inkl. Zugang zur Buchungsplattform. Das Auto kann dabei vom Kunden individuell foliert und so zur Bewerbung des Angebots genutzt werden.
Finanziert wird das Fahrzeug auch hier durch eine monatliche Mindestnutzung des Kunden. Einzige Einschränkung: Das Angebot ist weitgehend standardisiert, das heißt die Buchungsplattform wird beispielsweise nicht an individuelle Wünsche angepasst.

Mögliche Stolpersteine

Die Umsetzung eines E-Carsharing-Angebots von Kommune und mobileeee kann im Idealfall in relativ kurzer Zeit erfolgen – so der politische Wille, die Kapazitäten in der Verwaltung und verbindliche Ansprechpartner*innen da sind, evtl. auch bereits vorhandene Ladeinfrastruktur. In Friedrichsdorf konnte durch das Engagement von Bürgermeister und Wirtschaftsförderung die Umsetzung innerhalb von 12 Monaten realisiert werden. Dennoch gibt es Faktoren, die zu potentiellen Verzögerungen führen können.

Werden für die Umsetzung Fördermittel beantragt (z. B. für die Ladeinfrastruktur) kann die Beantragung unter Umständen zu einer zeitlichen Verzögerung führen. Darüber hinaus muss der durch die Förderrichtlinie vorgegebene Umsetzungszeitraum beachtet werden, innerhalb dessen das Projekt realisiert sein muss.
Je nach Standort muss für die Errichtung einer Ladesäule, so man sich nicht für eine Wallbox-Lösung entscheidet, noch ein neuer Netzanschluss gelegt werden. Dies erfolgt zwar durch den jeweiligen Netzbetreiber, kann aber im Einzelfall zu längeren Wartezeiten führen.

Vorteile

– E-Carsharing zahlt bei gleichzeitiger Abschaffung von Verbrennern auf Umwelt- und Klimaschutz-Bilanz der Kommune ein.

– Weniger Fahrzeuge ermöglichen ein erhöhtes Platzangebot im öffentlichen Raum.

– Die Kosten für den kommunalen Fuhrpark können deutlich gesenkt werden.

– Stärkung des Wir-Gefühls in der Kommune

Aktueller Stand

Im Herbst 2020 unterhält mobileeee bundesweit mehr als 200 Fahrzeuge in 18 Kommunen mit Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet. Weitere Gespräche laufen mit zahlreichen Kommunen. Die bisherigen Erfahrungen der Kommunen mit dem Angebot sind durchweg positiv.

Key facts

Fahrzeuge
Renault Zoe (Z.E. 50, Z.E. 40) und Kangoo, VW e-Golf

Ladeinfrastruktur
11 / 22 kW Ladesäulen oder Wallbox mit 3,7 / 7,4 kW

Kontakt
mobileeee GmbH
Michael Lindhof
Bessie-Coleman-Straße 7
60549 Frankfurt/Main

Mail: info@mobileeee.de
Internet: www.mobileeee.de

Fotos: mobileeee

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